Aus dem Sportausschuss: BEACH Mitte und seine Sporthalle sowie das Poststadion und sein Flutlicht

Am 22. September tagte der Sportaussschuss[1] der Bezirksverordnetenversammlung Mitte[2] weder im Rathaus noch als Videokonferenz, sondern bei „Beach Mitte“[3]. Schwerpunktthemen waren „Beach Mitte“ sowie die aktuelle Situation im Poststadion. Gerade im Poststadion gilt es jetzt endlich die Flutlichtanlage zu installieren, damit auch dort weiterhin Regionalfußball gespielt werden kann und der dort beheimatete Verein Berliner AK 07[4] seine Spiellizenz weiterhin erhält.

Beach Mitte

Der Ausschuss wurde über die Geschichte und den aktuellen Stand des Baus der Sporthalle informiert:
Seit 2009 existiert die Idee eine Sporthalle zu bauen, die aufgrund drastischer Mieterhöhungen in 2015 erstmal zu den Akten gelegt wurde.
Hintergrund der deutlich erhöhten Mietforderung vom Bezirksamt war, dass auf ein Teilbereich des Grundstücks nun Baurecht erteilt wurde und sich somit der Verkehrswert dieser Fläche erhöhte, damit auch der Betrag des Pachtzins. Anstatt den neuen Verkehrswert nur auf das Teilgrundstück mit Baurecht zu beziehen, wurde offensichtlich aus Vereinfachungsgründen die gesamte Fläche genommen, so wird es geschildert.

Die jetzt für rund 5 Millionen EUR errichtete Sporthalle strukturiert sich in drei .Teile.
Der erste Teil, die Trampolinhalle, soll zu den Herbstferien eröffnet werden.

Zur Wintersaison folgt dann der Bereich mit zwei Indoor Beachvolleyballfeldern und der Bereich mit einem Mehrzweckraum.

In rund 3 Wochen wird die Traglufthalle mit 7 Beachvolleyballfeldern auch wieder in Betrieb genommen, sodass in der kalten Jahreszeit weiterhin Beach Volleyball gespielt werden kann.

Poststadion und das Drama um das Flutlicht

Die verschiedenen Problemlagen im Poststadion (Müll, Ortsfremde, Verdrängung von Gruppen) wurden geschildert – siehe hierzu auch die behandelte Drucksache 2693/V: „Zustände am Poststadion verbessern“[5]

Eindringlich wurde aber auch die Problematik der derzeit fehlenden Flutlichtanlage geschildert: Aktuell hat der Verein eine dritte und wohl letztmalige Ausnahme für seine Fußballlizenz erhalten, auf seinem Heimplatz keine Flutlichtanlage vorweisen zu können. Wenn nach Ablauf dieser Frist weiterhin kein Flutlicht vorweisbar ist, droht der Entzug der Spiellizenz in der Fußball Regionalliga.

Herr Spallek teilte hierzu mit, dass die Finanzierung von rund 154.000 EUR aus Mitteln des Sportstättensanierungsprogramms gesichert sei. Aufgrund der Aufschüttungen im Poststadion zeigte sich, dass aufwendige Gründungen für die Flutlichtmasten durchgeführt werden müssen. Um diese durchzuführen, müssen allerdings bestehende, wild gewachsene, Bäume weichen. Hierzu muss das Grünflächenamt entsprechend eine Genehmigung erteilen.
Da rund 2.500 qm „Gebüsch“ als Ruheplatz und Rückzugsort für Tiere entfallen werden, muss auch hier noch eine Lösung gefunden werden.

Michael Konrad von der Gruppe der PIRATEN hierzu:

Das Sportamt kann sich keine 2.500 qm Ersatzfläche für den Wegfall der dortigen Gebüsche aus den Rippen schneiden.

Wollen wir weiterhin diesen Verein und sein Engagement an diesem Standort halten, muss sich das Grauflächenamt hier undogmatisch und kompromissbereit zeigen – Möglichkeiten, die das Grauflächenamt hat im Sinne der Sache nutzen, anstatt bockig zu sein.

Es ist traurig, dass der Amateursport in Berlin, aufgrund fehlender Flutlichtplätze in dieser Stadt, nicht zu erfolgreich werden darf. Mit dem vorübergehenden Wegfall des Ludwig Jahn Sportparks wird die Situation für den Amateursport nicht besser. Hier wird dringend eine Planung gebraucht, die stadtweit den Bedarf sicher stellt.

Der Checkpoint griff das Thema am 24. September auf

Stade Napoleon

Eine gute Nachricht konnte der Stadtrat für Sport, Carsten Spallek, in Bezug auf das Stade Napoleon[6] melden:
Nach Einbau eines neuen Belags und einer Flutlichtanlage konnte die Anlage an den dort beheimateten Footballclub Berlin Adler[7] am 21. September übergeben werden.

weitere Drucksachen

Als Erstes wurde die Drucksache 2693/V – „Zustände am Poststadion verbessern“[5] behandelt. Sie spiegelt die Schilderungen des Vertreters vom Berliner AK 07 wieder.

Nach kurzer Diskussion wurde der Punkt der Flutlichtanlage noch ergänzt.
Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Ein klares Votum, da hier $Dinge geschehen sollen und müssen.

Abschließend wurde die Drucksache 2660/V – „Gleiche Regeln für den Sport für alle – auch für Jugendeinrichtungen“ diskutiert.

Niemand konnte wirklich erklären, warum es bei Sportangeboten der Jugendhilfe andere Hygieneanforderungen gibt.
Der Antrag wurde einstimmig angenommen und wird dann als Nächstes im Jugendhilfeausschuss beraten.
Anschließend schauten wir uns noch die neue Sporthalle auf dem Gelände von BEACH Mitte an.

Hier entstehen zwei Beachvolleyballfelder

Hier entsteht die Trampolinhalle

Blick in die geplante Trampolinhalle (in Bau)

Links:
[1] Tagesordnung des 37. Sportausschusses am 22. September 2020
[2] Bezirksverordnetenversammlung Berlin Mitte (BVVMitte)
[3] zur Seite von Beach Mitte
[4] zur Seite vom Berliner AK 07
[5] Drucksache 2693/V: „Zustände am Poststadion verbessern“
[6] Informationen zum Stade Napoleon
[7] Seite der Berlin Adler
[8] Drucksache 2660/V: „Gleiche Regeln für den Sport für alle – auch für Jugendeinrichtungen“


Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht öffentlich angezeigt. Verbindlich einzugebende Felder werden mit diesem Zeichen kenntlich gemacht: *

Weitere Informationen

Drucksachen-Counter

 V. Periode - Stand: 25.12.2019 (unvollständig)
 Gestellte Anträge: 62
 Gestellte Anfragen: 58

Kommende Termine

Es gibt keine bevorstehenden Veranstaltungen.

Suche

in

Kategorien

Archive